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PUTZOFEN
: Ofenform bei der die Oberfläche geputzt und geschlämmt ist:
Ursprünglich die althergebrachte Flächenstruktur
ausgehend von den Lehmputzen , auf die
Kalkmilch als Anstrich in den noch handfeuchten Lehm aufgebracht wurde
(Schlämmtechnik).
Zum einen ,um das Material zu festigen und Rissbildung
zu übertünchen , aber auch in
Ermanglung von keramischen Ofenkacheln , die teuer und somit nur begüterten
Schichten vorbehalten waren.
Kochherde
, Backöfen und gemauerte Grundöfen waren in dieser Gestaltung üblich
und haben sich in meist ländlichen Regionen bis heute gehalten.
Mittlerweile häufig zum folkloristischen Pizzeriastil
verkommen , ohne sich auf die überlieferten
Formelemente zu besinnen . Zudem von einer Machart , unter einem Material
mix , dass vorlauter Rissen (Schwund- und vor allem Spannungsrissen ) kaum
noch einen geschlämmte Oberflächenstruktur sichtbar ist.
Gerade
die Putzhülle reagiert sensibel auf die Ausdehnung des Feuerraums und der
gemauerten keramischen Züge , da sie nicht wie die geklammerte Kachelwand
Spannungen und Dehnung wirkungsvoll auffangen kann.
Sauberes
, sorgfältiges Setzen gepaart mit langjähriger Erfahrung ist für den
Ofensetzer unerlässlich . Das gilt für alle Bauarten , im Besonderen für
Grundofen, Hypokauste , aber auch für Warmlufteinsatzöfen mit gemauerten
Zügen.
Das
es machbar ist, zeigen eine Vielzahl von Anlagen , die seit Jahrzehnten
problemlos heizen und fast alle im schadstoffarmen Holzbrand .
Und
die bis auf die regelmäßige Zugreinigung keinerlei Wartung bedürfen.
Reinigung
erfolgt durch sogenannte Putzdeckel mit Zugbesen und üblichem
Industriesauger.
Farbliche
Gestaltung ist machbar , aber nur mit mineralischen - oder Silikatfarben,
keinesfalls mit Latexanstrichen .
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