Objektdesign by Carlheinz Fleischmann

 

PUTZOFEN :   Ofenform bei der die Oberfläche geputzt und geschlämmt ist:

Ursprünglich die althergebrachte Flächenstruktur ausgehend von den Lehmputzen , auf die
Kalkmilch als Anstrich in den noch handfeuchten Lehm aufgebracht wurde (Schlämmtechnik).

Zum einen ,um das Material zu festigen und Rissbildung zu übertünchen , aber auch in
Ermanglung von keramischen Ofenkacheln , die teuer und somit nur begüterten Schichten vorbehalten waren. 

 Kochherde , Backöfen und gemauerte Grundöfen waren in dieser Gestaltung üblich und haben sich in meist ländlichen Regionen bis heute gehalten.
Mittlerweile häufig zum folkloristischen Pizzeriastil verkommen , ohne sich auf die überlieferten
Formelemente zu besinnen . Zudem von einer Machart , unter einem Material mix , dass vorlauter Rissen (Schwund- und vor allem Spannungsrissen ) kaum noch einen geschlämmte Oberflächenstruktur sichtbar ist.

Gerade die Putzhülle reagiert sensibel auf die Ausdehnung des Feuerraums und der gemauerten keramischen Züge , da sie nicht wie die geklammerte Kachelwand  Spannungen und Dehnung wirkungsvoll auffangen kann.

 

Sauberes , sorgfältiges Setzen gepaart mit langjähriger Erfahrung ist für den Ofensetzer unerlässlich . Das gilt für alle Bauarten , im Besonderen für Grundofen, Hypokauste , aber auch für Warmlufteinsatzöfen mit gemauerten Zügen.

 

Das es machbar ist, zeigen eine Vielzahl von Anlagen , die seit Jahrzehnten problemlos heizen und fast alle im schadstoffarmen Holzbrand .

Und die bis auf die regelmäßige Zugreinigung keinerlei Wartung bedürfen.

 

Reinigung erfolgt durch sogenannte Putzdeckel mit Zugbesen und üblichem Industriesauger.

 

Farbliche Gestaltung ist machbar , aber nur mit mineralischen - oder Silikatfarben, keinesfalls mit Latexanstrichen .

 

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